Zur aktuellen Diskussion um die Arzneimittelpreise
Da zur Zeit in vielen Medien wieder berechtigterweise die Diskussion um die Arzneimittelpreise in Deutschland geführt werden, möchten wir uns erlauben, einige kleine, aber wichtige Fakten dazu beizutragen.
Es werden leider oft die Arzneimittelausgaben mit den Ausgaben für die Apotheken gleichgesetzt - diesen Irrtum möchten wir ausräumen.
Wie der Grafik zu entnehmen ist, entfallen von 100 € Arzneimittelausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung nur 15,50 € auf die Apotheken, selbst der Anteil des Staates ist mit rund 16 € für die Mehrwertsteuer höher.
Auch wird gern angeführt, dass die Arzneimittelausgaben schon höher sind als die Ausgaben für die ärztliche Behandlung - auch das ist richtig, unterschlägt aber, dass erstens Arzneimittel üblicherweise vom Pateinten täglich gebraucht werden und zweitens die Ausgaben für die Apotheken nur knapp ein Sechstel der Ausgaben für die Ärzte betragen.
Es ist auch ziemlich leicht zu erkennen, dass selbst eine Halbierung der Ausgaben für Apotheken nicht dazu führen kann, dass sich im Beitragsniveau etwas ändern würde. Es würde abe rzu einer Halbierung der Zahl der Apotheken führen - von denen gubt es ja sowieso zu viele..........Übrigens gibt es rund doppelt so viele Bäcker (oder Backwarenverkaufsstellen), das hat noch keiner beklagt....
Wir hoffen, mit diesen kleinen Bemerkungen etwas zur Versachlichung der Diskussion beitragen zu können - etwas was in den Medien und bei den sogenannten Experten, die man immer wieder vorgeführt bekommt, leider öfter vergessen wird. |